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Der Countdown für den Beginn der XX. Olympischen Winterspiele läuft. In Turin und auch an den Wettkampforten in den Bergen steigt die Spannung. Die Ordnungskräfte, die bis dato durchaus mal ein Auge zudrückten, wenn die Akkreditierung irgendwo in den Tiefen der Tasche verschwunden war, haben mittlerweile offizielle Mienen aufgesetzt.
Mit dem eigenen Auto können Besucher von Turin aus maximal noch bis Cesana fahren, dem Austragungsort der Bob- und Schlittensportwettkämpfe. Ab dort geht es per Shuttle hinauf ins über 2000 Meter hoch gelegene Sestriere. Die 700 Höhenmeter zwischen Cesana, dem Eiskanal dort, und Sestriere, dem Wohnort der Athleten, müssen auch die deutschen Rodler täglich bewältigen. Alexander Resch, Patric Leitner, Sylke Otto und Georg Hackl stellten sich zwischen Abschlusstraining und Wettbewerb den Fragen der Journalisten im Deutschen Haus.
Die Bahn von Cesana sei in hervorragendem Zustand, Probleme bereite nur der Staub und Dreck im Eiskanal – „mehr als unerfreulich für den Sportler, der sich bei der Vorbereitung seines Schlittens so richtig reinhängt“, stellt Georg Hackl fest und fügte in der ihm eigenen trockenen Art an, die Bahn sei ansonsten „sehr glatt, sehr kalt und sehr schnell“. Nach 30 Jahren Rodelsport steht er vor den letzten sechs Läufen seiner Karriere. Nach Turin sei für ihn wirklich Schluss, betonte der Hackl Schorsch. Natürlich will er zum Ende seiner aktiven Laufbahn noch einmal auf dem Treppchen stehen – und die Aussichten seien ganz gut. Feiern wird er den hoffentlich krönenden Abschluss seiner Karriere quasi in den „eigenen vier Wänden“: im „Kufenstübl“ in Sestriere. Auch Sylke Otto hat eine Medaille fest im Visier, so, wie die starke internationale Konkurrenz – und die Konkurrenz im eigenen Land: „Jede will gewinnen, jede will vor der anderen sein.“
Auf der Bahn sind Sylke Otto und Silke Kraushaar Konkurrentinnen; den Termin mit dem orthopädietechnischen Service von Bauerfeind im Medical Bereich des Deutschen Hauses haben beide gemeinsam wahrgenommen. Bauerfeind ist einer der weltweit führenden Hersteller für medizinische Hilfsmittel wie Sportbandagen, Orthesen oder Einlagen und Schuhe, aber dabei ging es diesmal nicht um die Versorgung mit einer Bandage oder Orthese, sondern um das Anpassen von maßgeschneiderten Bleiwesten. Zur Erklärung: Die Rodler dürfen – anteilmäßig zum Körpergewicht – Bleigewichte zuladen, um Gewichtsunterschiede auf der Bahn auszugleichen. Verpackt sind diese Gewichte in Westen oder – bei den Doppelsitzern – in Hosen, die unter dem Rennanzug getragen werden. Der Zweck: Das Gewicht, das auf den Schlitten gebracht wird, entscheidet mit über die Geschwindigkeit, die im Eiskanal erreicht wird – und damit über Sieg oder Niederlage. Dass die Erfahrungen von Spitzensportlern immer wieder in die Produktentwicklung einfließen, zeigt das Beispiel DorsoTrain. Bauerfeind hat in dieser Wirbelsäulen-Bandage konkret die Erfahrungen umgesetzt, die bei der Versorgung der Rodler gesammelt wurden.
(Quelle: Bauerfeind, 09.02.2006)
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